Im Herbst 2018 nahmen rund 80 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen (GGS NK) an einer Klimakonferenz teil, welche eine Initiative der Kreisstadt Neunkirchen, der Kommunalen Energie- und Wasserversorgung Neunkirchen (KEW) sowie der Sparkasse Neunkirchen und Teil des Klimaprojekts Neunkirchen darstellt.

Hierzu traf man sich in der Aula der Schule, wo man nach Einführung von Herrn Haas unter Anleitung von Herrn Geister mehrere Konferenzsmodule durchlief. Neben kooperativen Lernformen wurden auch Rollenspiele angewandt, bei denen die Schülerschaft regionale Staatengemeinschaften auf allen Kontinenten bilden sollten, welche sie an einer anschließenden Klimakonferenz vertraten.

Bei der anschließenden Frage- und Antwortrunde reflektierten die Schülerinnen und Schüler kritisch den Umgang des Menschen mit der Umwelt. Schüler Dimitrios Sederis-Papadopoulos hierzu: „Man merkt nicht, welchen Schaden man anrichtet, wenn man nicht darüber aufgeklärt wird.“ Und genau hierauf zielt die Klimakonferenz ab, denn wie Herr Geister den gebannt zuhörenden Schülerinnen und Schülern vermittelte, werden die Folgen unseres heutigen Handelns sich im Klima erst in 30 Jahren bemerkbar machen. Die Nachhaltigkeit des Projektes zeigte sich darin, dass die Lernenden erkannten, dass sie nicht nur im Hier und Jetzt leben sondern auch eine Verantwortung für die kommenden Generationen tragen.

Auf Spurensuche – Rohstoffexpedition an der GGS NK

Neben der Klimakonferenz, die schon regen Anklang unter den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 gefunden hatte, wurde im Zuge des Klimaprojektes Neunkirchen auch eine Rohstoffexpedition angeboten, an der wieder mehrere Kurse der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen (GGS NK) teilnehmen konnten.

Themen dieses Workshops waren u.a. die Gewinnung und der Abbau von Rohstoffen, deren Verwendung in elektrischen Geräten oder die Nutzung als Kraftstoff oder deren Umwandlung in neue Materialien wie etwa Kunststoff oder das Thema Mirkoplastik, welches auch aktuell in der Medienlandschaft sehr von Bedeutung ist.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich hier sehr interessiert und stellten viele kritische Fragen wie etwa: „Gibt es in den Ozeanen Inseln aus Plastik?“ Irritiert zeigten sie sich über die Dimensionen der im Ozean schwimmenden Mengen an Plastikmüll, die in riesigen Verbünden meist unter der Wasseroberfläche schwimmen. Schockierend war ebenso die Tatsache, wie der Plastikmüll in den Ozeanen die Tierwelt beeinflusst, Ein Bild einer deformierten Schildkröte, die in ihrem Wachstum von einem Dosenhalter für Sixpacks eingeschnürt wurde, stimmte die Lernenden sehr traurig.

Herr Geister schaffte es mit seinem Workshop, Anregungen und Impulse zum kritischen Denken zu setzen und erhielt so gebannte Zuhörer die er zum Handeln aufrief mit den Worten: „Ihr seid die Generation, die noch etwas ändern kann!“ Und diesen Satz sollten sich nicht nur unsere Schüler sondern alle Menschen zu Herzen nehmen!

Seit Beginn des Schuljahres hat unsere Gemeinschaftsschule einen eigenen Waldabschnitt, welchen die Schule zusammen mit den Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 5 und dem Förster und Waldpädagogen Bodo Marschall bewirtschaftet und zum Unterricht nutzt.

Aus diesem Grund sucht die GGS Neunkirchen Mitarbeiter, die gerne mit Kindern arbeiten, die die Natur lieben und ehrenamtlich die Lehrerinnen und Lehrer und Förster bei Waldprojekt unterstützen. Zu den Tätigkeiten dieses Ehrenamtes gehören, die Begleitung der Schülerinnen und Schüler bei ihren Waldprojekten, die Busbegleitung von der Schule zum Schulwald im Kasbruch Neunkirchen und zurück sowie die tatkräftige Unterstützung im Wald.

Interessierte können sich auch direkt an die Schule wenden. Sie erreichen uns unter der Rufnummer 06821/98240 sowie unter folgender Mailadresse: info@ggsnk.de.

Informationen finden sie auch auf der Ehrenamtsbörse.

Kunden der Drogeriemarktkette dm in Neunkirchen können sich bis Ende der Woche an der Aktion „Herz zeigen“ beteiligen und damit unsere Schule finanziell unterstützen. Das Projekt fördert gemeinnützige Initiativen, Vereine, Kitas und Pflegeeinrichtungen.

Wie funktioniert es? Bis 22.9 können Sie im dm-Markt in der Bliesstraße ein Helferherz für unsere Schule einwerfen. Hierzu steht eine Säule bereit. Karten erhalten Sie von den dm-MitarbeiterInnen der Filiale. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Am 11. und 12.06.2018 ging es für die DaF-Schüler der GGS Neunkirchen um Insekten, Insektenhotels und andere Krabbeltiere, die es auf der ganzen Welt zu bestaunen gibt. Um sich ausführlich über diesen Mikrokosmos informieren zu können, durften sie am Montag das privat geführte Insektenhotel Ottweiler besuchen, wo ihnen Herr Sticher Insekten und Spinnentiere aus vielen Ländern zeigte und alles Wissenswerte darüber ausführlich erläuterte. Um dieses Wissen dann praktisch umzusetzen, hat die DaZ-Klasse am Dienstag das Insektenhotel der Schule neu gestaltet und eine kleine Bienenwiese angelegt, damit wir im nächsten Jahr hoffentlich viele nützliche Insekten im Insektenhotel begrüßen können.

Jährlich am 5. Mai findet der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Unter dem Motto „Inklusion von Anfang an“ liegt der Fokus in diesem Jahr insbesondere auf Kindern und Jugendlichen.

Die DAF Klasse der GGS Neunkirchen erprobte in einem Workshop mit Florian Klein vom Adolf-Bender-Zentrum was es heißt, möglichst vorurteilsfrei einander zu begegnen und niemanden vorschnell in Schubladen zu stecken.

Zum Einstieg wurde gemeinsam ein Video geschaut, indem vier Jugendliche sich vorstellen. Sie zeigen den Zuschauern, welche Hobbys und Leidenschaften sie haben: die Musik, den Sport, das Sprayen und das Entwerfen von Kleidern. Erst im zweiten Teil des Films erfahren wir die Schubladen, in die diese vier Jugendliche gesteckt werden und mit denen sie zu kämpfen haben: „der Schwule“, “der Jude“, „die muslimische Kopftuchträgerin“ und „die behinderte Rollstuhlfahrerin“.
Anhand des Films wurde nun die Frage diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt es nicht soweit kommen zu lassen, dass Menschen anhand eines Merkmals in Schubladen einsortiert werden. Schubladen über die es häufig Vorurteile gibt.

Die Gruppe erarbeitete, dass es wichtig sei offen aufeinander zuzugehen und den Gegenüber zunächst einmal kennenzulernen, bevor man sich vorschnell ein falsches Urteil bildet. In einer theaterpädagogischen Übung wurden Begegnungen und gegenseitige Achtung und Aufmerksamkeit praktisch aufgezeigt und trotz der Ernsthaftigkeit des Themas auch sehr humorvoll umgesetzt.

In einer wilden Runde „Vielfalts-Bingo“ tauschten sich die Workshopteilnehmenden auf spielerische Weise miteinander aus und konnten neue Dinge über sich in Erfahrung bringen. Es wurde ersichtlich wie wichtig Kommunikation und das Reden miteinander ist. Sei es um sich besser kennenzulernen, Vorurteile auszuräumen oder auch mögliche Konflikte zu verhindern oder zu klären. Bei einer Übung, in der es darum ging in Kleingruppen verschiedene Aufgaben mit Stühlen umzusetzen, zeigte sich schnell, in welchem Chaos es enden kann, wenn jeder nur an sich denkt. Durch mehr Kommunikation und kreative Zusammenarbeit war es möglich alle Aufgaben trotz unterschiedlicher Interessen gemeinsam zu lösen.

 

Einige DaF-Schüler unserer Schule folgten der Einladung der Interkulturellen Selbsthilfegruppe „Bunte Seelen“, an zwei Künstlerworkshops des Stadtmuseums St.Wendel zum Themenkreis „Die Straße der Skulpturen Reloaded“ teilzunehmen.  Im ersten Workshop „Skulpturen aus Draht, Papier und Kleister“ im Februar ging es zuerst   darum, die Fotoausstellung „Die Straße der Skulpturen“  anzuschauen und Näheres darüber zu erfahren. Sie liegt im nordöstlichen Saarland und führt von St. Wendel bis zum Bostalsee. Der Skulpturenweg wurde von dem aus St. Wendel stammenden Bildhauer Leo Kornbrust im Jahre 1971 initiiert. Gewidmet ist er dem von den Nationalsozialisten ermordeten deutsch-jüdischen Bildhauer und Maler Otto Freundlich, der in den 1930er Jahren die Idee zu einer völkerverbindenden Straße der Skulpturen hatte. Diese Straße der Brüderlichkeit und menschlichen Solidarität sollte von Paris nach Moskau führen. Seit dem Jahre 1971 wurden entlang eines circa 25 km langen Teilstücks des Saarland-Rundwanderweges insgesamt 57 Skulpturen von 51 Künstlern aus 12 Ländern geschaffen und aufgestellt. Dabei ist die grundlegende Botschaft der Skulpturenstraße – die stetige Arbeit für den Frieden – aktueller denn je.

Das war der Anstoß für die Teilnahme von Neuzuwandererkindern. Themenpassend wurden die Werke mit den Händen erschaffen. Beim zweiten Workshop „Arbeit mit Speckstein“ im März überlegten die Teilnehmer nach der Sichtung der vorhandenen Specksteine, welche Form in dem Stein „steckt“. Danach erarbeiteten sie „ihren“ Stein mit Raspeln, Schleifpapier und Specksteinöl. Durch die Teilnahme an beiden Workshops, die von der Künstlerin Claudia Vogel geleitet wurden, wurde ein Klima erzeugt, in dem die besten Voraussetzungen zur Entfaltung der Offenheit, Neugier und Spontanität,  Unterstützung  und Förderung der Kreativität und Kompetenzen und selbstverständlich auch der deutschen Sprachkenntnisse  angeboten wurden. Die Resultaten werden im Juli im Stadtmuseum St.Wendel ausgestellt sein. Anschließend den jeweiligen Workshop nahmen die Teilnehmer auch Zeit für die Museums- und Stadterkundung. Die Teilnahme der DaF-Schülern wurde initiiert und sie begleitet wurden  von der pädagogischen Fachkraft Frau Laima Rui.

Die Teilnahme an den Workshops wurde ermöglicht durch das Projekt „Niswa – Frauen“, gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Programms „500 Landinitiativen“

Wie jedes Jahr, so auch in diesem nahmen die Schülerinnen und Schüler der GGS Neunkirchen an der Saubermach-Aktion „Picobello“ teil. Trotz regnerischem Wetter waren die Schüler der Jahrgangsstufe 6 motiviert den an die Schule grenzenden Stadtpark und die Haspelstraße von herumliegendem Müll zu befreien. Nach dem Handschuhe und stabile Müllsäcke verteilt waren, machten sich die Schüler an die Arbeit. Dabei fanden sie erstaunliche Dinge, wie einen Motorradhelm sowie einen intakten Holzschlitten. Auch eine Geldbörse mit einem Pass wurde gefunden und konnte mithilfe der Polizei dem Besitzer übergeben werden.

Nachdem der Unrat in den Säcken verstaut war, wurden die Schüler mit leckerem Essen und Getränken versorgt.

„Picobello“ – immer wieder gerne!

Am 15.12.2017 unternahmen die Schüler des Grundkurs Physik (gemeinsame Oberstufe der Schulen Schiffweiler, Bexbach und Neunkirchen) einen Unterrichtsgang an die Universität des Saarlandes. Begleitet von Fr. Servatius und Hr. Lamberti trafen sich die Schüler am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM). Dort wurde die Gruppe herzlich von Prof. Birringer in seiner Arbeitsgruppe, die Nanomagnetismus-Phänomene erforscht, begrüßt; Ein passender Einstieg in die Reihe „Magnetische Felder“ des Lehrplans des 1. Halbjahres der Hauptphase.

Danach führte eine Doktorandin die Schüler durch die Laboratorien, erklärte, wie die Forscher magnetische Nickelstäbchen in der Größe von einigen hundert Nanometern mithilfe von hochreinem Aluminium, Elektrolyseverfahren und Chromsäure selbst herstellen. Sie werden in der Grundlagenforschung beispielsweise als Sonden genutzt, um Materialeigenschaften von Gelatine unterschiedlicher Konzentrationen durch das Anlegen von Magnetfeldern zu untersuchen.

Auch der Spaß kam bei der Exkursion nicht zu kurz: In einem Gefäß mit Wasser dienten die Nickel-Nanostäbe dazu, einen Song der Rolling Stones zum Erklingen zu bringen. Wie das funktioniert?
Auf eine Spule wird eine Spannung gegeben, auf der die Klänge des gewünschten Songs „aufmoduliert“ sind. Innerhalb der Spule wird so ein veränderliches Magnetfeld generiert. Befinden sich Stäbchen in Form einer wässrigen Lösung innerhalb dieses Magnetfeldes, richten sie sich entlang der Feldlinien aus. Das Gefäß mit den Nanostäbchen wird von einem Laser durchstrahlt. Je nach Magnetfeldstärke drehen sich die Stäbchen so, dass sie den Laserstrahl durchlassen, nur einen Teil durchlassen oder blockieren. Die Intensität der durchgelassenen Strahlung wird von einem Detektor erfasst und wiederum in ein akustisches Signal übersetzt. An einen Lautsprecher angeschlossen ist das Lied wieder klar erkennbar. Nach etwa einer Stunde Laborführung wussten wir ungefähr, wie der Arbeitsalltag eines Physikers in der Forschung aussehen kann.

Anschließend ging es um die Frage, was man mit einem abgeschlossenen Physikstudium noch anfangen kann. Antworten fanden die Oberstufenschüler in der Patentverwertungsstelle der Uni. Dort erklärte einer der Mitarbeiter, wie er als promovierten Physiker in der Verwaltung arbeiet. Nach einem ausführlichen Einblick in die Tauglichkeitsprüfung von Patenten der Uni führt der Weg in das Lehrgebäude der Physik, wo ein Gespräch mit Vertretern des Fachschaftsrates statt fande.

Mit einer kleinen Sammelaktion startete vor einigen Monaten ein Projekt in Klasse 10. Dabei wurden Plastikdeckel gesammelt. Für 500 gesammelte Verschlüsse spendiert der Rotary-Club eine Impfung gegen Kinderlähmung.

Inzwischen hat sich das Projekt über alle Jahrgänge ausgebreitet. Auf jedem Flur finden sich Sammelboxen und Container und für viele Schüler ist es selbstverständliche geworden, ihre Deckel dort abzugeben. Beworben wird die Aktion zusätzlich über die Digitalen Schwarzen Bretter. Dort wird auch mit einem Counter der derzeitige Stand der Deckel angezeigt. Auch Eltern und Lehrer helfen fleißig beim Sammeln mit. Der Verein „Deckel drauf“ aus Nürnberg nimmt das Material entgegen und kümmert sich um alles Weitere.

Inzwischen wurden über 30 000 Deckel gesammelt  Alle Verschlüsse von der  Cola- über die Limo- bis zum Wasserflaschen- und Karton-Verschluss landen in den Boxen.  Die GGSNK will „faire Schule“ werden, ein Label, um das sich derzeit auch der Kreis Neunkirchen derzeit bemüht. Damit passt das Projekt zu anderen Fairtrade Projekten der Schule.