Die Minis­te­rin

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler,
lie­be Kin­der, lie­be Jugend­li­che,

wie Ihr aus den Medi­en, von Euren Fami­li­en und Eurer Schu­le erfah­ren habt, wird ab Mon­tag, den 16.03.2020, Eure Schu­le bis zum Ende der Oster­fe­ri­en geschlos­sen. Damit hat die Lan­des­re­gie­rung eine gro­ße Ent­schei­dung getrof­fen, die ich Euch ger­ne mit die­sem Schrei­ben erklä­ren möch­te:

Schlie­ßung von Schu­len und Kitas — War­um machen wir das?
Der Grund, war­um die Lan­des­re­gie­rung die­se Ent­schei­dung getrof­fen hat ist das neu­ar­ti­ge Coro­na­vi­rus, das mit genau­em Namen SARS-CoV‑2 heißt. Die Krank­heit, die das Coro­na­vi­rus aus­löst, heißt Covid-19.

Men­schen, die sich mit dem Coro­na­vi­rus anste­cken, kön­nen Hus­ten, Fie­ber, Schnup­fen, Hals­krat­zen oder Durch­fall ent­wi­ckeln. Man­che haben auch Atem­pro­ble­me und kön­nen eine Lun­gen­ent­zün­dung bekom­men.

Die gute Nach­richt ist: Kin­dern wird das Virus kaum gefähr­lich und auch für die meis­ten Erwach­se­nen ist es eher harm­los, wenn sie sich damit anste­cken. Für älte­re Men­schen und Men­schen, die bereits krank sind, kann das Virus aber lebens­ge­fähr­lich sein.

Des­halb ist es gebo­ten, dass alle auf sich und ande­re Acht geben, damit das Virus sich nicht schnell aus­brei­ten kann.

Wie kann man sich anste­cken?
Das Virus wird von Mensch zu Mensch über­tra­gen. Das pas­siert zum Bei­spiel, wenn ein Coro­na­pa­ti­ent hus­tet oder niest und die Viren so in der Luft ver­teilt wer­den, dass sie von einer ande­ren Per­son ein­ge­at­met wer­den. Es kann bis zu zwei Wochen dau­ern, bis man von dem Virus tat­säch­lich krank wird. Aber: Auch in der Zeit, bevor man merkt, dass man krank ist, kann man bereits anste­ckend sein und die Viren an eine nächs­te Per­son wei­ter­ge­ben.

Was hat mei­ne Schu­le damit zu tun?
Eure Schu­le ist ein Ort, an dem vie­le Men­schen mit gro­ßer Nähe auf­ein­an­der­tref­fen. Die­se Umstän­de machen es dem Virus leicht, sich sehr schnell zu ver­brei­ten, genau­so wie bei Ver­an­stal­tun­gen mit einer gro­ßen Men­schen­an­zahl. Des­halb wur­den auch die­se ver­bo­ten.

Mit dem Schlie­ßen der Schu­len wol­len wir dazu bei­tra­gen, dass sich die Infek­ti­ons­ket­ten des Virus‘ ver­lang­sa­men, dass sich also nicht so schnell zu vie­le Men­schen damit anste­cken.

Auch Ihr könnt mit Eurem Ver­hal­ten dazu bei­tra­gen, dass sich das Virus nicht so schnell ver­brei­tet:

  • Hal­tet etwas Abstand zuein­an­der und ver­zich­tet bes­ser auf Hän­de­schüt­teln.
  • Wenn Ihr nie­sen oder hus­ten müsst, ist es wich­tig Abstand zu hal­ten und in die Arm­beu­ge oder ein Papier­ta­schen­tuch zu nie­sen; das Taschen­tuch müsst Ihr sodann auch gleich weg­wer­fen.
  • Berührt Eure Augen, Nase und Mund so wenig wie mög­lich mit den Hän­den.
  • Sehr wich­tig: Wascht regel­mä­ßig Eure Hän­de. Die Regel ist dabei: 30 Sekun­den gründ­lich mit Sei­fe, auch auf den Hand­rü­cken und zwi­schen den Fin­gern. Hän­de­wa­schen ist v.a. vor dem Essen wich­tig. Des­in­fek­ti­ons­mit­tel soll­tet Ihr nicht so häu­fig anwen­den, da es der Haut scha­det.

Macht Eure Freun­din­nen und Freun­de auf die­se Tipps auf­merk­sam.

Was bedeu­tet die­se Situa­ti­on für Euch?
Für Euch bedeu­tet das zunächst, dass Ihr erst ein­mal nicht wie gewohnt in Euer Schul­ge­bäu­de gehen könnt.

Es bedeu­tet aber nicht, dass Euch kei­ne Lern­an­ge­bo­te mehr zur Ver­fü­gung ste­hen wer­den. Eure Leh­re­rin­nen und Leh­rer müs­sen Euch ein alter­na­ti­ves Lern­an­ge­bot zur Ver­fü­gung stel­len, z.B. in Form von Arbeits­plä­nen und Lern­pa­ke­ten. Auch digi­ta­le Wege wer­den hier­zu genutzt.

Ihr, lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler, seid dazu ver­pflich­tet, die­se Ange­bo­te zu nut­zen. Eure Leh­re­rin­nen und Leh­rer wer­den Euch bei der Bear­bei­tung der Lern­auf­trä­ge unter­stüt­zen.

Was bedeu­tet das für Eure Prü­fun­gen und Ver­set­zun­gen?
Grund­sätz­lich gilt: Alle Prü­fun­gen wer­den zunächst nach dem bis­her vor­ge­se­he­nen Zeit­plan vor­be­rei­tet. Die Schlie­ßung Eurer Schu­le wird Euch nicht zum Nach­teil gera­ten.

Wie könnt ihr Euch rich­tig infor­mie­ren?
Wich­tig ist zu wis­sen, dass im Inter­net vie­le Infor­ma­tio­nen über das Coro­na­vi­rus ver­brei­tet wer­den, die falsch sind. Sprecht am bes­ten mit Euren Eltern, wenn Ihr zum Bei­spiel Nach­rich­ten in den Sozia­len Netz­wer­ken wei­ter­ge­lei­tet bekommt und ihr Euch unsi­cher seid. Siche­re Infor­ma­tio­nen bekommt Ihr auf der Inter­net­sei­te des Robert-Koch-Insti­tuts unter: www.rki.de.

Infor­ma­tio­nen über das, was an den Schu­len gera­de aktu­ell ist, bekommt Ihr auch  über den Bil­dungs­ser­ver des Saar­lan­des: www.saarland.de/bildungsserver.

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler, ich möch­te noch ein­mal beto­nen, dass die Schlie­ßung Eurer Schu­le eine Maß­nah­me ist, die dazu bei­trägt, durch Kon­takt­re­du­zie­rung die Virus­aus­brei­tung zu ver­lang­sa­men und beson­ders gefähr­de­te Bevöl­ke­rungs­grup­pen vor einer Anste­ckung zu schüt­zen.

Euer All­tag wird in den kom­men­den Wochen etwas anders aus­se­hen, damit wir gemein­sam die Ver­brei­tung des Coro­na­vi­rus‘ ver­lang­sa­men kön­nen.

Bleibt wiss­be­gie­rig und ach­tet auf­ein­an­der – und dank Video­te­le­fo­nie könnt Ihr Euch auch wei­ter­hin sehen 🙂

Eure
Chris­ti­ne Strei­chert-Cli­vot