Hoher Besuch an der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen (GGSNK): Auf der Suche nach Bildungsalternativen hatte der saarländische Bildungsministerin, Ulrich Commerçon, zur GGS eingeladen, um die pädagogisch-didaktischen Konzepte der Schule vorstellen zu lassen. So wurden die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Fr. Dr. Stefanie Hubig, die Vertreterin des Bildungsministeriums, Fr. Dr. Andres, sowie die Vertreterin des Referats für Gemeinschaftsschulen, Fr. Karin Elsner, von Schuldirektor Clemens Wilhelm durch die Schule geführt, denn hier gibt es besondere Konzepte des gemeinsamen Lehrens und Lernens.

Auf dem Stundenplan der Bildungsexkursion stand unter anderem das didaktische Konzept der Theaterklassen, welche eng mit dem überregional bekannten Kinder- und Jugendtheater überzwerg zusammenarbeitet. Eine künstlerische Darbietung wurde dabei der Delegation in der Aula der Schule geboten. Angetan zeigte man sich auch vom neu integrierten Waldprojekt, bei dem die Schülerschaft der GGS mit hauseigenem Waldförster und Forst an und mit der Natur lernen können. Auch das Projekt Grundsteine unserer Schule – darauf bauen wir, bei dem von allen am Schulleben beteiligten Personen jeweils 3 Steine in einem Holzkasten gestaltet werden und „die Vielfalt unserer Schule symbolisieren sollen,“ wie Schulleiter Clemens erörterte, fand regen Anklang.

Zu Ende der Führung traf man sich im geographischen Mittelpunkt der Schule, wo unter dem Motto „Die Schule rückt das Lernen ins Zentrum“ aktuell ein Lernzentrum in der Mitte des Gebäudekomplexes verwirklicht wird, indem die Vorgaben der Inklusionsverordnung erfüllt und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeiten des individualisierten und selbstgesteuerten Lernens ermöglicht werden.

Beide Bildungsminister zeigten sich vom pädagogisch-didaktischen Konzept der Schule angetan. Minister Commerçon lobte einmal mehr den Schulstandort in der Haspelstraße, an dem mit viel Kreativität und Begeisterung gelehrt wird und stellte das Alleinstellungsmerkmal „Lernzentrum“ heraus, welches laut Schulleiter Wilhelm „als Innovationsmodell in der Deutschen Bildungslandschaft angesehen werden kann.“ Herr Commerçon merkte weiter an, dass man hoffe, mit dem didaktisch-pädagogischen Konzept der GGS Neunkirchen Neugierde und Bereitschaft zur Nachahmung beim Nachbarn aus Rheinland-Pfalz geweckt zu haben.

 

 

 

Nur kurz konnte Förster Marschall seinen wohlverdienten Ruhestand nach 45 Jahren im Beruf des Försters genießen, dann hieß es am 10.08.18 für ihn, sich einer neuen Aufgabe zu stellen: Als Schulförster der GGS Neunkirchen.

So lud er zur Infoveranstaltung die fünf Klassen der Klassenstufe 6 in die Aula ein, um altersgerecht über die Aufgaben und Funktionen eines Waldes zu referieren. Gebannt lauschten die mehr als 140 Schülerinnen und Schüler den Worten des neuen Schulförsters, der sich direkt mit der neuen aber noch ungewohnten Amtsbezeichnung anfreunden konnte. Bald wird er an zwei Tagen der Woche an der Schule bzw. im Schulwald gegenwärtig sein, um „das sensible Zusammenleben zwischen Wald, Klima und Mensch“ der Schülerschaft näherzubringen, was Schulförster Marschall sich fest vorgenommen hat.

Spannend wurde es für die Sechstklässler, als Herr Marschall über den Einfluss des Menschen auf das Klima und die damit einhergehenden Klimaveränderungen und Einflüsse auf das Ökosystem Wald referierte, denn hier wollten viele Schülerinnen und Schüler wissen, woran man dies im Wald selbst erkennen könne.

Im Anschluss an die Veranstaltung durften die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler weitere Fragen stellen. Mit Fragen wie „Wie kann ein Wald anfangen zu brennen?“ zeigte sich, dass aktuelle Themen rund um die Wälder die Schülerschaft bewegen und bestärkt so auch Schulleiter Clemens Wilhelm, dass das Projekt „Ein Schulwald  für die GGS Neunkirchen“, welches beginnend ab Klassestufe 5 umgesetzt wird, eine weitere Bereicherung für das didaktische Konzept der Schule darstellt.

Kunden der Drogeriemarktkette dm in Neunkirchen können sich bis Ende der Woche an der Aktion „Herz zeigen“ beteiligen und damit unsere Schule finanziell unterstützen. Das Projekt fördert gemeinnützige Initiativen, Vereine, Kitas und Pflegeeinrichtungen.

Wie funktioniert es? Bis 22.9 können Sie im dm-Markt in der Bliesstraße ein Helferherz für unsere Schule einwerfen. Hierzu steht eine Säule bereit. Karten erhalten Sie von den dm-MitarbeiterInnen der Filiale. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Am 11. und 12.06.2018 ging es für die DaF-Schüler der GGS Neunkirchen um Insekten, Insektenhotels und andere Krabbeltiere, die es auf der ganzen Welt zu bestaunen gibt. Um sich ausführlich über diesen Mikrokosmos informieren zu können, durften sie am Montag das privat geführte Insektenhotel Ottweiler besuchen, wo ihnen Herr Sticher Insekten und Spinnentiere aus vielen Ländern zeigte und alles Wissenswerte darüber ausführlich erläuterte. Um dieses Wissen dann praktisch umzusetzen, hat die DaZ-Klasse am Dienstag das Insektenhotel der Schule neu gestaltet und eine kleine Bienenwiese angelegt, damit wir im nächsten Jahr hoffentlich viele nützliche Insekten im Insektenhotel begrüßen können.

Mit 147 neuen Fünftklässlern startete die Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen am 06.08.2018 ins neue Schuljahr und konnte so den letztjährigen Anmelderekord sogar noch verbessern. Diese Anmeldezahlen, die eine Fünfzügigkeit der Klassenstufe nach sich zieht, macht die GGS Neunkirchen zu eine der erfolgreichsten Schulen im Saarland.

Zur Einschulungsfeier hatte Schulleiter Clemens Wilhelm in die benachbarte Sporthalle eingeladen, da kein Raum der Schule die weit über 500 Gäste und Neuschülerinnen und Neuschüler aufnehmen konnte. Begrüßt wurden alle Fünftklässler mit einer Sonnenblume, denn sie steht, wie Clemens Wilhelm berichtet, „für Fröhlichkeit, Lebensfreude und Wärme – Werte, die wir an unserer Schule unseren Neuankömmlingen direkt vermitteln wollen.“

Spannend wurde es für die Fünftklässler, als sie durch die Schule geführt wurden und ihre neuen Klassenräume entdecken durften, während die Eltern bei Kaffee und Kuchen auf ihre Sprösslinge warteten. Einen sanften Start in das neues Lernumfeld ermöglicht auch das Unterrichtskonzept der GGS Neunkirchen für die erste Woche, in der die Schule durch Rallys, gemeinsames Erkunden mit Tutoren und Patenschülern aus höheren Klassen sowie Kennenlernspielen spielerisch erforscht wird.

Am 18.06.18 versammelten sich die Mehrzahl der 147 kommenden Schüler des neuen Jahrgangs 5 und deren Eltern in der Aula der GGS Neunkirchen. Dort wurden sich herzlich von ihren Tutoren und dem Schulleiter Clemens Wilhelm empfangen. Schon am Eingang wurden die Schülerinnen und Schüler gebeten ihren Namen anzugeben, sodass ihnen dann mitgeteilt werden konnte, in welcher Klasse sie ab August 2018 lernen dürfen. Die Klassen wurden den 5 Erdteilen und dazu passenden Tieren zugeordnet. Die aufgeregten Schüler erhielten dann von ihren Tutoren ihr passendes Flugticket und lauschten im Anschluss gemeinsam mit den Eltern den Grußworten des Schulleiters. Im Anschluss gingen die Schüler mit ihren Tutoren in ihren neuen Klassensaal, um sich dort bei gemeinsamen Spielen und Gesprächen besser kennenzulernen. So nahm man den Schülern die Anspannung im Hinblick auf das neue Schuljahr an einer neuen Schule und die Vorfreude darauf kann weiter ansteigen.

Zum zweiten mal fand der GGSNK Shirt-Design-Wettbewerb der Shirt-AG statt. Bereits 2016 konnten die Schülerinnen und Schüler der GGS Neunkirchen ihre Kreativität unter Beweis stellen.

Die Schüler und Schülerinnen der Abenteuer-AG hatten sich in diesem Jahr eine Fahrradtour gewünscht. Die Vorbereitungen, bei denen die teilnehmenden Jugendlichen immer selbst Ideen einbringen und Teile der Organisation übernehmen, zogen sich  über einige Wochen hin, denn es mussten Fahrziel, Übernachtungs- und Transportmöglichkeiten geplant und Fahrräder flott gemacht werden.

38 Schüler der GGS starteten bei den Saarländischen Schulmeisterschaften im Orientierungslauf, der in diesem Jahr im Saarlouiser Stadtgarten bei bestem Wetter stattfand.  In der Wettkampfklasse

Jungen 1 belegten Ian Hanusch und Felix Petry den 4. Platz, Jeremy Stock und Florjanit Binakaj wurden 5.

Bei den Jungen 2 errangen Nils König und Lennart Morsch den 4. Platz. Zusammen mit Luca Häfner und Lukas Braun, sowie Marlon Schott und Aszim Azzayeb konnten die Jungs in dieser Wettkampfklasse einen Pokal mit nach Hause nehmen. Auch Tiffany Paul und Nia Müller aus dem Jahrgang 6 belegten einen tollen 5. Platz und erhielten dafür Urkunden.

Am Dienstag, den 5. Juni 2018, präsentierte die Medien-AG des Adolf-Bender-Zentrums, bestehend aus 10 Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen (GGSNK) und des Werkstattzentrums für behinderte Menschen der Lebenshilfe (WZB), die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Es ging in der AG um Medienkompetenz, um die eigene Mediennutzung und um Möglichkeiten, sich selbst auszudrücken und medial zu präsentieren. Vorausgegangen war eine intensive Findungsphase, in der Florian Klein, Politikwissenschaftler und Medienpädagoge vom Adolf-Bender-Zentrum, mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Konzept nach deren Interessen und Vorstellungen erarbeitete. Dabei war ein Leitprinzip der Gruppenarbeit die Förderung von Dialog und Austausch, bei dem alle dazu ermutigt wurden, das Wort zu ergreifen, Fragen zu stellen, die eigene Meinung zu sagen, Position zu beziehen oder zu unterbrechen, wenn etwas nicht verstanden wurde.

Die AG-Mitglieder ergründeten ihre eigenen medialen Nutzungsmuster, die dazugehörigen Risiken und Chancen sowie Vor- und Nachteile von Recherchestrategien. Über die gesellschaftliche und eigene Nutzung von Apps und Social Media Kanälen, wie WhatsApp, Snapchat, Youtube & Co., wurden Selbst- und Fremdbilder mit ihren Wertungen erörtert und der Umgang mit Diskriminierungen und Frustrationen behandelt.

Neben der technischen Produktion, die mit all ihren Anforderungen vom Umgang mit verschiedenen Erstellungsprogrammen oder mit der Kamera über Einstellungsgrößen und -perspektiven sowie Schnitt, Requisiten, Effekte und Filter den jungen AG-Mitgliedern eine Menge abverlangte, mussten sie sich ebenfalls um Ideen, den Inhalt und die Formate Gedanken machen sowie die Organisation und Umsetzung planen. Heraus kamen neben verschiedenen Werbecomics zwei Filme, die beeindruckten.

Zum einen ein YouTube-Format (Lookbook), in dem in kurzen Filmclips Outfits oder Modelinien präsentiert werden. Zu sehen gab es in professioneller Form Abendgarderobe, Alltags-Outfits sowie „Chill-Looks“, wobei mit Schnitten, Hintergründen, Einstellungen, Perspektiven, Lichteffekten, Musik usw. gespielt wurde. Zum anderen einen lustigen gefilmten Prank, sozusagen eine moderne Form von „Verstehen Sie Spaß?“ mit versteckter Kamera, in dem bei der Produktion neben der technischen und inhaltlichen Umsetzung auch rechtliche Fragen (z.B. das Recht am eigenen Bild) und Grenzen (es sollte niemand in diskriminierender Form bloßgestellt werden) beachtet werden mussten.

Im Grunde genommen ging es um Medienkompetenz und Inklusion. Aber eben dadurch, dass die Inklusion nicht extra thematisiert wurde, ist sie gelungen. Denn echte Inklusion bedeutet, dass die Unterscheidung „behindert“ und „nicht behindert“ keine Rolle spielt und die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen so gewählt und adaptiert werden, dass es für die ganze Gruppe passt. Es geht um echte Teilhabe – ohne Barrieren – in der Gesellschaft, in der Schule, beim Sport oder im Beruf. „Inklusion“ ist kein neuer, moderner Begriff für „Integration“, bei der sich Menschen mit Behinderung an die Umwelt anpassen müssen, sondern es herrschen von vornherein Bedingungen, mit denen alle gleichberechtigt umgehen können – egal, wie unterschiedlich sie sind.

Gerade deshalb war Clemens Wilhelm, Schulleiter der GGSNK, einer Pilotschule für Inklusion, so glücklich mit dem Projekt, da es sich eben nicht um eines der medienwirksamen Events handelt, die zwar zur Verbesserung der Gemeinschaft aller beitragen, aber keine längerfristigen Begegnungen und kein echtes Kennenlernen zulassen um die Barrieren in den Köpfen einzureißen. Diesem Tenor stimmten auch die Vertreter der WZB, sowie Landrat Sören Meng zu, die sichtlich beeindruckt waren von den professionellen Ergebnissen der AG.

Inklusion ist, wenn Menschen mit Behinderung von Anfang an überall gleichberechtigt dabei sind und nicht extra fragen müssen, ob sie dabei sein und mitmachen dürfen. Es wurden Wege gesucht und gefunden, die eine Bereicherung für alle darstellten und es wird sicherlich Folgeprojekte in ähnlicher Form geben.

Info:
Die „Medien-AG“ unter Leitung von Florian Klein vom Adolf-Bender-Zentrum ist Teil des Modellprojekts „Es geht auch anders. Ein inklusives Medienprojekt.“ welches unter anderem über den Kinder- und Jugendplan des Bundes durch das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das saarländische Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert wird. Weitere Informationen unter www.adolfbender.de.