Seit die­sem Schul­jahr gibt es eine Robo­ter und Pro­gram­mier-AG an der GGS Neun­kir­chen, die in einer Pilot­pha­se zunächst für Schü­ler der Unter­stu­fe ange­bo­ten wird. Ein­mal in der Woche ler­nen die Schü­ler in Klein­grup­pen Pro­gram­me zu schrei­ben und Robo­ter zu steu­ern. Wie immer ist dabei aller Anfang schwer und die ers­ten Schrit­te zum Erler­nen einer Pro­gram­mier­spra­che auch mit der bis­wei­len frus­trie­ren­den Erfah­rung  ver­bun­den, dass es, ähn­lich wie beim Erler­nen einer Fremd­spra­che, Zeit braucht, bis man weiß mit wel­chen Befeh­len und Arbeits­schrit­ten man erfolg­reich Pro­ble­me in geeig­ne­te Kom­man­dos über­setzt und die Robo­ter dazu „bewegt“ das zu tun, was man erwar­tet.

In der ers­ten Pha­se wur­den daher zunächst Grund­kennt­nis­se ver­mit­telt: Bestand­tei­le eines Com­pu­ters, Betriebs­sys­te­me und Anwen­dungs­soft­ware. Wei­ter ging es dann mit dem Erler­nen wich­ti­ger Befeh­le und dem Ver­ständ­nis der Funk­ti­ons­wei­se von Algo­rith­men. Bei Code.org und dem Open-Rober­ta-Lab, Inter­net­sei­ten, die Kin­dern spie­le­risch das Erstel­len von Soft­ware zei­gen, sam­mel­ten  die Schü­ler auf spie­le­ri­sche Art und Wei­se Erfah­run­gen im Schrei­ben klei­ner Pro­gram­me, etwa indem sie Bie­nen zur Blu­me und anschlie­ßend zur Nek­tar­ern­te brach­ten.

Ers­te prak­ti­sche Erfah­run­gen wur­den dann mit der Cal­lio­pe gesam­melt, einer ursprüng­lich für die Grund­schu­le ent­wi­ckel­ten Pla­ti­ne mit ver­schie­de­nen Sen­so­ren, die es Schü­lern ermög­licht, ein­fa­che Pro­gram­me selbst zu ent­wi­ckeln. So ent­stan­den eine Lärmam­pel, eine klei­ne Alarm­an­la­ge mit wel­cher die Keks­do­se vor frem­dem Zugriff gesi­chert wird, eine Stopp­uhr und ein Kom­pass. Auch ein klei­nes Spiel („Der hei­ße Draht“) wur­de pro­gram­miert. Par­al­lel begann eine zwei­te Grup­pe Lego Mind­s­torms Robo­ter zusam­men zu bau­en. Auch hier wur­den zunächst mit ein­fa­chen Pro­gram­men die Sen­so­ren, wie der Berüh­rungs­sen­sor, der Farb­sen­sor oder der Ultra­schall­sen­sor ange­steu­ert und in klei­nen Simu­la­tio­nen ver­wen­det. Im zwei­ten Halb­jahr wer­den nun all­mäh­li­che kom­ple­xe­re Auf­ga­ben in Angriff genom­men. Dabei ist es wich­tig, dass die Impul­se von den Schü­lern aus­ge­hen und sie zuneh­mend ver­su­chen eige­ne Ideen in Soft­ware zu ver­wirk­li­chen. In Pha­sen, in denen dies bereits jetzt gelingt, wird es dann ganz still in der Biblio­thek; man hört dann nur das Kla­ckern der Tas­ta­tu­ren, das Sur­ren der Moto­ren, ab und zu einen ärger­li­ches Grum­meln oder ein Freu­den­schrei, wenn das Pro­gramm end­lich läuft.

Ein gro­ßer Dank geht an die­ser Stel­le an die Stif­tung der ME Saar. Nur dank der För­der­gel­der war es mög­lich, die benö­tig­ten Lego-Mind­s­torms-Robo­ter und die Cal­lio­pe-Pla­ti­nen anzu­schaf­fen und damit unse­ren Schü­lern einen Zugang zur Welt der Robo­ter und Pro­gram­me zu ermög­li­chen.