Der Montagmorgenkreis hat im schulischen Kontext die Aufgabe, in ritualisierter Form die Woche einzuleiten und den SchülerInnen einen guten Start in die Woche in „entschleunigter“ Form zu ermöglichen. Somit bietet der Montagmorgenkreis die Möglichkeit, anzukommen, in den eigenen Rhythmus zu finden, ohne direkt mit der schulischen Realität konfrontiert zu werden.

Der Schüler wird in seiner Individualität als Person wahr- und ernstgenommen. Dem Einzelnen wird ermöglicht, anzukommen und Schule als Ort zu begreifen. Der Montagmorgenkreis stellt damit eine Zäsur dar und strukturiert die Arbeitswoche. Das Wochenende mit unterschiedlichen Schlaf- und Arbeitszeiten ist zu Ende und die Schulwoche beginnt.

Der Montagmorgenkreis ist keine festgelegte Methode oder Sozialform. Vielmehr entsteht er als Ritual aus dem Klassenverband und verändert sich im Laufe der Zeit. Die Gestaltung passt sich der Lebenssituation der SchülerInnen an. Kontemplativ – meditative Elemente können ebenso eine Rolle spielen wie dynamisch aktivierende Methoden und Inhalte. Neben der Stille und der Kooperation, kommt dem Klassen-gespräch eine wichtige Bedeutung zu.